Gutes essen und Gutes tun
04.06.2009 Kantine war früher. Das Betriebsrestaurant von HARTMANN, intern Casino genannt, passt sich ständig den Wünschen seiner Gäste an. Seit dieser Woche wartet das Casinoteam im HARTMANN-Pavillon mit Neuerungen auf: einer zusätzlichen Ausgabetheke mit integriertem Salatbuffet und einem erweiterten Speisenangebot.
Für 300 bis 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in- und ausländische Gäste ist der Besuch des Casinos fester Bestandteil ihres Arbeitstages. In den letzten Jahren ist die Nachfrage kontinuierlich gestiegen – und ebenso der Wunsch nach einer größeren Speisenvielfalt.
Seit 2. Juni 2009 können die Gäste aus drei Menüarten wählen: den klassischen Menüs sowie einem neuen Bistro- und Wellness-Angebot. Letzteres wird an einer neuen Theke nach dem „Front Cooking-Prinzip“ zubereitet, das heißt die Besucher können die Zubereitung des Essens verfolgen, da direkt vor dem Gast gekocht wird.
Neu ist auch die Vorgabe, dass die qualitativ hochwertigen Lebensmittel möglichst aus der Region kommen sollen. HARTMANN bezieht seine Speisen seit fast drei Jahren vom Ulmer Cateringunternehmen Gastromenü, das nach einem zertifizierten Qualitätsmanagement arbeitet, eine Bio-Zertifizierung besitzt und von Erzeugern aus der Region beliefert wird. In Ulm werden die Gerichte frisch vorbereitet, vorgegart und dann schnell heruntergekühlt („Cook and Chill-Verfahren“). Erst kurz vor dem Servieren werden sie in der HARTMANN-Küche in einem speziellen Verfahren fertig zubereitet. So bleiben alle Vitamine und Inhaltsstoffe erhalten.
Auf Wunsch von HARTMANN bezieht Gastromenü zum Beispiel eine bestimmte Sorte Kartoffeln von einem Bio-Bauern in Bad Schussenried und Gemüse aus der Gärtnerei St. Moritz in Ulm-Jungingen, in der Behinderte der Lebenshilfe-Werkstätten arbeiten. Salate und Obst kauft HARTMANN direkt von der Gärtnerei Winkler in Gundelfingen.
Zurzeit werden in den Gewächshäusern von St. Moritz vor allem Gurken und Tomaten geerntet. Dort wachsen sie praktisch ohne Einsatz von künstlichen Düngern und chemischen Spritzmitteln, denn in St. Moritz setzt man auf Nützlinge. Sie vernichten Schädlinge auf ganz natürliche Weise. Daher hängen zum Beispiel auf den Tomatenstauden Papiertütchen mit kleinen Löchern, aus denen winzige Raubmilben herauskrabbeln und Schädlinge wie Spinn- oder Weichhautmilben vertilgen.
„Qualität und Frische waren uns bei der Lieferantenauswahl wichtig“, sagt Sonja Schroll, Teamleiterin Casino. „Dass diese Anforderungen von behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Lebenshilfe in vorbildlicher Weise erfüllt werden, freut uns besonders.“ So serviert das Casino nicht nur Gesundes und Gutes für die HARTMANN-Belegschaft, sondern tut auch etwas Gutes für behinderte Menschen.


