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HARTMANN führt neues Ausbildungsmodell für BA-Studenten ein

10.09.2007 Mit Zielen führen und ausbilden: Studenten der Berufsakademie (BA), die bei HARTMANN ihre duale Ausbildung absolvieren, werden ab diesem Jahrgang nach einem neuen Modell betreut. Es läuft unter dem programmatischen Titel "BA-Studenten mit Zielen führen und ausbilden" und unterscheidet sich deutlich von der bisherigen Organisation der innerbetrieblichen Ausbildung.

Das neue Modell schafft bessere Möglichkeiten für BA-Studenten, sich in den Abteilungen, die sie während ihrer Praxisphasen durchlaufen, durch Bearbeitung komplexer Aufgaben und Projekte in den Fachbereichen zu beweisen.

Ausbildungsleiterin Ute Wiedemann umreißt den Hauptunterschied folgendermaßen: "Früher arbeitete die Personalabteilung einen Einsatzplan für die Studenten aus, nach dem sie verschiedene Abteilungen durchliefen. Heute schreiben Abteilungen Projekte aus, auf die sich die BA-Studenten bewerben müssen." Dies erfordere mehr Eigeninitiative und eine bessere Vermarktung der eigenen Qualitäten – alles Fertigkeiten, die im "richtigen" Berufsleben unverzichtbar seien. Dabei sei dennoch eine breite Basis an Praxiserfahrung gewährleistet, da sich die BA-Studenten an vorgegebenen Zielen orientieren müssen. "Die Studenten können sich also nicht auf ein Lieblingsgebiet spezialisieren, sondern müssen in der Projektauswahl einen sehr breit angelegten Zielekatalog selbstständig und eigenverantwortlich erreichen", sagt Ute Wiedemann. Somit besteht die Möglichkeit, den eigenen praktischen Ausbildungsplan maßgeblich selbst zu gestalten, ohne dabei relevante Ausbildungsinhalte zu versäumen.

In der Unternehmenspraxis sieht das so aus: Die Ausbildungsabteilungen formulieren künftig „Aufgabenausschreibungen“ für Studenten und veröffentlichen diese im Intranet. Es sollen nach Möglichkeit Stellen sein, in denen die BA-Studenten als Projektleiter handeln. Somit werden für Studenten verantwortungsvolle und interessante Aufgaben geschaffen. Ein positiver Zusatzeffekt ist, dass sich die Abteilungen vor dem Einsatz eines BA-Studenten Gedanken über die Aufgabe machen und diese auch attraktiv gestalten müssen, um geeignete Studenten zu gewinnen. Die bearbeiteten Projekte und auch die von den Studenten zu verfassenden Praxisberichte werden nach Projektende jeweils vor den Abteilungsleitern und Führungskräften sowie Mitarbeitern der Personalabteilung präsentiert.

Die ausbildenden Abteilungen mussten sorgfältig ausgewählt werden, um sicherzustellen, dass die notwendigen betriebswirtschaftlichen Inhalte entsprechend dem Zielekatalog vermittelt werden. Folgende Unternehmensbereiche sind aufgrund ihrer hohen Relevanz vertreten: Einkauf, Logistik, Vertrieb, Marketing, Accounting, Human Resources, Supply Chain Management, Information Services, Controlling und Corporate Communications.

Ab diesem Jahrgang kümmern sich 13 HARTMANN-Ausbildungsbeauftragte in den genannten Abteilungen um sieben BA-Studenten. Seitens der Personalabteilung sieht man für alle Beteiligten nur Vorteile. Denn generell erlaubt das neue Modell eine höhere Flexibilität bei der Befriedigung von Mitarbeiterbedarfen in den Abteilungen. Sich spontan ergebende Aufgaben und Projekte können zu jeder Zeit für die Studenten ausgeschrieben werden. Auch dürfte das neue Modell zu einer höheren Motivation bei allen Beteiligten führen. Denn einerseits können die Studenten Projektverantwortung übernehmen und den Abteilungsverantwortlichen die Ergebnisse präsentieren. Und andererseits sind Abteilungsleiter und Ausbildungsbeauftragte besser in der Lage, die Studenten und deren Arbeit einzuschätzen. Darüber hinaus erwartet man, dass die verschiedenen Abteilungsverantwortlichen dazu inspiriert werden, immer neue Projekte zu vergeben, insbesondere dann, wenn der Erfolg vergangener Projekte für sich spricht.

Nach Abschluss einer Erprobungsphase soll das Modell auch auf die kaufmännische und gewerbliche Berufsausbildung und auf alle Ausbildungsabteilungen übertragen werden.