Kräftige Steigerung des operativen Konzernergebnisses
17.03.2008 Mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.281,4 Mio. EUR erreichte die HARTMANN GRUPPE im Jahr 2007 ein Plus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 5,3 %. Währungseffekte haben dabei die Umsatzentwicklung um 0,3 % belastet. Hier wirkten sich insbesondere die im Jahresverlauf 2007 gegenüber dem Euro schwächeren Währungen in der Schweiz, Südafrika sowie den USA aus. Die im Jahr 2007 getätigten Akquisitionen konnten mit 0,2 % nur leicht zur Umsatzentwicklung beitragen. Insgesamt ergab sich ein organisches Wachstum in Höhe von 5,4 %, womit das Unternehmen die Steigerung des Vorjahres verdoppeln konnte.
In den medizinischen Kernsegmenten Wund-, Inkontinenz- und OP-Management verzeichnete die HARTMANN GRUPPE weltweit eine Steigerung der Umsatzerlöse um 5,2 %. Angesichts einer Erhöhung des Absatzvolumens um 6,8 % konnte das Unternehmen Marktanteile hinzugewinnen. Die gegenüber dem Vorjahr geringere Differenz zwischen Absatz- und Umsatzplus zeigt, dass HARTMANN den Preisdruck im Markt im Berichtsjahr besser abwehren konnte. Infolge der inzwischen ebenfalls erfreulichen Umsatzentwicklung bei den weiteren Konzernaktivitäten lag der Anteil des medizinischen Kerngeschäfts mit 82,0 % auf Vorjahresniveau.
Umsatzplus in allen Geschäftssegmenten
Mit einer Steigerung der Umsatzerlöse um 3,0 % auf 377,6 Mio. EUR hat das Geschäftssegment Wundmanagement trotz des hohen Preisdrucks bei klassischen Verbandstoffen einen erfreulichen Beitrag zum Wachstumskurs der HARTMANN GRUPPE geleistet.
Im Segment Inkontinenzmanagement profitierte das Unternehmen vom wachsenden Bedarf an Produkten für die älter werdende Bevölkerung und steigerte die Umsatzerlöse im Jahr 2007 um 4,2 % auf 484,6 Mio. EUR. Damit wurde die Position als stärkstes Geschäftssegment der HARTMANN GRUPPE weiter gehalten.
Das Geschäftssegment OP-Management verzeichnete mit einer Steigerung um 12,6 % auf 188,4 Mio. EUR im Berichtsjahr das kräftigste Umsatzplus. Dies zeigt, dass HARTMANN in den Operationssälen weltweit inzwischen hohe Akzeptanz findet. Bei den weiteren Konzernaktivitäten war 2007 nach den von Desinvestitionen geprägten Vorjahren ein Jahr des Umsatzwachstums.
Mit Umsatzerlösen von 230,7 Mio. EUR konnte HARTMANN hier eine Steigerung von 5,9 % erzielen.
Wachstum im In- und Ausland
Im Geschäftsjahr 2007 wuchs die HARTMANN GRUPPE sowohl im Heimatmarkt Deutschland als auch im Ausland. Während die Umsatzerlöse in Deutschland um 3,0 % auf 443,1 Mio. EUR zunahmen, stiegen sie in den Auslandsmärkten um 6,6 % auf 838,3 Mio. EUR. Daraus ergibt sich eine geringfügige Steigerung des Auslandsanteils der Umsätze von 64,6 % auf 65,4 %. In Europa ohne Deutschland lagen die Umsatzerlöse bei 723,5 Mio. EUR; dies ist ein Plus von 7,6 %. In den Regionen auÃÂerhalb Europas erzielte HARTMANN nach einem Rückgang im Vorjahr ein leichtes Wachstum von 0,7 % auf 114,8 Mio. EUR.
Operatives Konzernergebnis zweistellig gesteigert
Mit einem operativen Konzernergebnis von 38,8 Mio. EUR konnte die HARTMANN GRUPPE den Vorjahreswert um 14,0 % übertreffen. Angesichts weiterhin rückläufiger Verkaufspreise wurde die überproportionale Ergebnisverbesserung durch ein kräftiges Absatzplus, Einsparungen und Produktivitätssteigerungen entlang der Wertschöpfungskette realisiert.
Im Jahr 2007 aufgetretene Sondereffekte haben sich im Saldo negativ auf das ausgewiesene Konzernergebnis ausgewirkt. Restrukturierungen bei Tochtergesellschaften sowie Steueraufwendungen für Vorjahre führten zu Ergebnisbelastungen, denen insbesondere Erträge aus der Aufwertung von Vermögenswerten gegenüberstanden. Unter Berücksichtigung dieser Sondereffekte lag das Konzernergebnis bei 35,8 Mio. EUR.
Darüber hinaus ist es HARTMANN gelungen, die Substanz des Unternehmens weiter zu verbessern: Mit 50,3 % liegt die Eigenkapitalquote auf dem höchsten Wert, seit die HARTMANN GRUPPE im Jahr 2002 auf die Rechnungslegung nach IAS/IFRS umgestellt hat. Die Nettoverschuldung konnte um 15,1 Mio. EUR auf 117,0 Mio. EUR zurückgeführt werden.
Leichte Zunahme bei der Zahl der Beschäftigten
Die Zahl der Beschäftigten stieg zum Jahresende 2007 um 183 Personen auf 8.935 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit 3.381 Beschäftigten blieb die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland nahezu konstant. An Standorten im Ausland beschäftigte HARTMANN zum Ende des Berichtsjahres 5.554 Personen, 170 mehr als im Vorjahr. Damit waren 62 % der Gesamtbelegschaft auÃÂerhalb Deutschlands tätig.
Dividendenvorschlag 3,50 EUR pro Aktie
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 30. April 2008 vorschlagen, die Dividende von 3,40 EUR um 2,9 % auf 3,50 EUR pro Aktie zu erhöhen. Mit diesem Gewinnverwendungsvorschlag liegt die Dividendenrendite, bezogen auf den Jahresendkurs 2007, bei 2,1 %.
Profitables Wachstum bleibt auch 2008 oberstes Ziel
Für das laufende Geschäftsjahr sieht sich die HARTMANN GRUPPE trotz des schwierigen Marktumfelds gut aufgestellt und erwartet in den medizinischen Kernsegmenten im Zuge ihrer konsequenten Marktbearbeitung mit Systemangeboten wiederum ein deutliches Umsatzwachstum. Für 2008 rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Verbesserung der Ergebnisqualität der Umsätze in den medizinischen Kernsegmenten.
Angesichts der erfolgreichen Neupositionierung der Marke Kneipp, der Fokussierung der Tochtergesellschaft CMC Consumer Medical Care GmbH auf innovative Sortimente und Verträgen des Tochterunternehmens Sanimed mit Krankenkassen erwartet HARTMANN auch bei den weiteren Konzernaktivitäten einen Beitrag zum Umsatzplus und zur positiven Ergebnisentwicklung des Konzerns.
Dem Erwerb der Aktienmehrheit an der HARTMANN GRUPPE durch die SCHWENK-Gruppe hat die Europäische Kommission am 3. März 2008 zugestimmt. Der Vorstand der PAUL HARTMANN AG begrüÃÂt diese Entwicklung im Kreis der Aktionäre ausdrücklich und wertet die Beteiligung als sehr positiv für die langfristige Stabilität und Wachstumsfähigkeit des Unternehmens.
Veränderung zum Vj. 1.281,4
HARTMANN GRUPPE
in Mio. EUR
2007
2006
absolut
in %
Umsatzerlöse
1.216,9
+64,5
+5,3
davon Auslandsanteil in %
65,4
64,6
+1,2
Umsatzerlöse organisch und währungsbereinigt
+5,4
Konzernergebnis
35,8
41,6
-5,8
-13,8
Operatives Konzernergebnis
38,8
34,1
+4,7
+14,0
Nettoumsatzrendite in %
3,0
2,8
+7,1
Eigenkapitalquote in %
50,3
49,1
+2,4
Mitarbeiterzahl am 31.12
8.935
8.752
+183
+2,1
Dividende in EUR
3,50
3,40
+0,10
+2,9

