Pflegereform: Expertenstandards umsetzen
In Pflegeheimen muss das Kontinenzprofil von Patienten seit Juli 2008 in die Pflegedokumentation aufgenommen werden. Pflegeprodukte, die individuell an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst sind, verhelfen ihnen zu mehr Lebensqualität.
Seit der Pflegereform vom 01.07.2008 müssen die Expertenstandards umgesetzt werden, so auch der Expertenstandard zur Förderung der Harnkontinenz in der Pflege. Neben vielen Dingen, die in der Praxis bereits umgesetzt werden, gibt es einen Bereich, der neu in die Pflegedokumentation mit aufgenommen werden muss: das Kontinenzprofil. Mit Hilfe von sechs Kontinenzprofilen soll die Situation von betroffenen Patienten oder Bewohnern beschrieben und entsprechende Maßnahmen zur Erreichung des nächst höheren Profils oder zur Erhaltung des bisherigen festgelegt werden. Wir empfehlen daher:
Nehmen Sie die Kontinenzprofile stets in Ihre Pflegedokumentation mit auf
Laut Expertenstandard gibt es sechs Profile:
- Kontinenz,
- unabhängig erreichte Kontinenz,
- abhängig erreichte Kontinenz,
- unabhängig kompensierte Inkontinenz,
- abhängig kompensierte Inkontinenz und
- nicht kompensierte Inkontinenz.
Verschiedene pflegerische Maßnahmen können helfen, ein höheres Kontinenzprofil zu erreichen
Bei der Kompensation von Inkontinenz trägt z.B. die geeignete Hilfsmittelauswahl dazu bei, Lebensqualität und Selbständigkeit des Betroffenen zu steigern. Einfach anzuwenden sind offene Systeme (z.B. MoliForm), deren Anwendung bei jedem Schweregrad der Inkontinenz möglich ist.
Fazit: Pflegerische Maßnahmen und moderne Inkontinenzprodukte können die Situation harninkontinenter Menschen spürbar verbessern!


