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13.10.2008Erfolgreiche Kooperation zwischen HARTMANN und der Berufsakademie Heidenheim

Vor rund 100 Zuhörern präsentierten am 10. Oktober 2008 zwei Gruppen von Fünftsemestlern der Berufsakademie Heidenheim bei HARTMANN die Ergebnisse eines studentischen Beratungsprojekts. Im Rahmen ihrer Ausbildung im Studiengang Wirtschaftsinformatik hatten sie eine Softwarelösung für die Optimierung des Einkaufsreportings und -controllings bei der Beschaffung indirekter Materialien und Services bei HARTMANN entwickelt. Darüber hinaus zeigten sie auf, wie begleitende Prozesse gestaltet werden müssen, um die erforderliche Datenqualität zu gewährleisten.

Hinter dem Begriff indirekte Materialien und Services verbirgt sich eine Fülle unterschiedlichster Produkte und Dienstleistungen, die nicht direkt der Herstellung von Produkten dienen, für die Geschäftstätigkeit jedoch notwendig sind. Klassische Beispiele für Materialien sind IT-Hard- und Software, Energie, Logistikdienstleistungen, der Fuhrpark eines Unternehmens, aber auch kleinere Bereiche wie der Einkauf von Büromaterial. Reporting- und Controllingsysteme dienen zur Steuerung und Kontrolle von Einkaufsaktivitäten und -strategien.

Der Ansatz, reale Projekte für Unternehmen zu bearbeiten, ist nach Aussage des Initiators, Prof. Dr. Alexander Kolb, nicht nur in dieser Form, sondern auch für alle Berufsakademien einmalig.

Hauptauftraggeber für das Projekt war Dr. Hendrik Rosenboom, der bei HARTMANN für Prozess- und Informationsmanagement verantwortlich ist. Nicht minder beteiligt war Klaus Essler, Leiter Einkauf indirekte Materialien und Services. Um Einkaufsaktivitäten mit Lieferanten für HARTMANN optimal abzuwickeln und Entscheidungen fundiert und im Sinne des Unternehmens treffen zu können, ist es nötig, möglichst zeitnah umfassende und strukturierte Informationen zu erhalten. Besonders die Zusammenhänge zwischen Datensätzen, die Zusammenführung von Informationen sowie ihre Aufbereitung für Entscheidungen sind entscheidend für die kaufmännische Bearbeitung von Themengebieten.

Der Fachbegriff hierfür lautet "Business Intelligence", das heißt Analyse der Geschäftsdaten. Wer sie hat, kann Informationen besser auswerten und Geschäftsprozesse wie etwa den Einkauf besser steuern. Es galt Logiken zu entwickeln und zu programmieren, die sich in das bestehende IT-System integrieren lassen und zur gewünschten Transparenz führen.

Jede Beratergruppe bestand aus acht Studenten, von denen jeweils zwei Teilnehmer bei HARTMANN arbeiten. Die Teilnehmer hatten zwölf Wochen Zeit, um während ihres fünften Theoriesemesters das Projekt zu bearbeiten – neben etwa 300 Vorlesungsstunden und zehn Prüfungen, die ebenfalls zu absolvieren waren.

Zum Projektbeginn hatten die Auftraggeber beiden Gruppen gemeinsam die Aufgabe erläutert und ihnen im Anschluss Gelegenheit gegeben, getrennt weitere Einzelheiten nachzufragen. Sie erhielten Daten, mit denen sie arbeiten konnten, und mussten in einer Zwischenpräsentation ihren Projektfortschritt vorstellen. Vor der Abschlusspräsentation fanden noch interne Sparring- und Trainingstermine statt, um den Beratern den letzten Schliff für die öffentliche Vorstellung der Ergebnisse zu geben.

Prof. Kolb ist der Praxisbezug der BA-Ausbildung sehr wichtig. Es sei viel sinnvoller, ein Projekt gemeinsam mit einem Unternehmen durchzuführen, als eine fiktive Aufgabe zu konstruieren. Dr. Hendrik Rosenboom sieht in der Zusammenarbeit vor allem eine hervorragende Gelegenheit, Werbung für HARTMANN und insbesondere den Bereich Prozess- und Informationsmanagement zu machen